Meine Strategien

Regelwerk und Vorgehensweise bei meinen Trades

Einfach drauf los handeln und sich an die einfache Regel halten „billig kaufen und teuer verkaufen“ wäre ein möglicher Weg mit der Börse Geld zu verdienen. Wer das schon einmal versucht hat, stellt schnell fest, dass das obige Regelwerk doch noch zu wenig Angriffsfläche bietet, um erfolgreich zu handeln. Deswegen braucht es eine wesentlich genauere Beschreibung der Vorgehensweise, um erfolgreich zu sein. Noch viel wichtiger ist es, die Regeln heiligst einzuhalten; zumindest die Verlustregeln beim Optionshandel, da sonst rein statistisch ein dauerhaftes Gewinnen nicht möglich ist.

Gleichzeitig muss ein Regelwerk nicht hochkomplex sein. Die Regeln, die ich mir zugrunde lege, lassen sich überblicken und einfach einhalten. 

1. Dividendenstrategie / Aktienauswahl

1. Screening
  • Sichtung der David-Fish-Liste mit den Selektion nach
    Selektierte David-Fish-Liste mit meinen Kriterien
    David-Fish-Liste / Quelle: dripinvesting.com
    – mindestens 10 Jahre steigende Dividende
    – 3% Dividendenrendite oder mehr
    – 5-Jahres-Wachstumsrate der Dividende > 5%
    (- ggf. Graham-Zahl kleiner oder gleich Null (Beschreibung siehe unten) – für den Fall, dass die Liste zu lang wird.)
  • Ausschluss aus steuerlichen Gründen von BDCs, MLPs und Firmen die ich grundsätzlich nicht möchte
 
Wenn mir das als Auswahl nicht reicht, ziehe ich auch gerne den Aktienfinder.net zu Rate. Dieser gibt einen schnellen und visuell gut erfassbaren Überblick über mögliche Kandidaten. Diese Liste der Aktien kann ich nach meinen oben genannten Kriterien (außer der Graham-Zahl) filtern.
 
  • Bewertung der Unternehmen nach den Kennzahlen
    – Fundamental: KGV, Gewinn je Aktie (EPS), Wachstumsprognose, Kurs-Buch-Verhältnis, Verschuldungsgrad
    – Dividenden: Wachstum, Rendite, Zahlungszyklus, Jahre der Erhöhung, PayOut-Quote

Das Ergebnis ist eine Summe aus Punktwerten, welche an die einzelnen Kriterien vergeben wurde. Dies führt mich zur Entscheidung welchen Wert ich kaufen werde. Oftmals kaufe ich eine kleine erste Stückzahl, um die Aktie in „Erinnerung zu halten“. Danach kann ich gut verfolgen, wie sich der Wert bewegt. Bei starken Kursrückgängen bin ich natürlich geneigt nachzukaufen. Dies mache ich aber erst, nachdem ich die Bewertungskriterien oben nochmal durchgehe und vor allem mir ansehe, warum der Wert so stark unter Druck kam.
Eine weitere noch tiefgreifendere Analyse wie Geschäftsberichte lesen o.ä. mache ich nicht. Ich habe im Laufe der letzten 20 Jahre für mich festgestellt, dass die Wahrscheinlichkeit, ein schlechtes Unternehmen zu finden nicht höher oder niedriger ist, wenn man tiefer gräbt. Mir ist nur wichtig, dass ich Unternehmen finde, die nach Dividenden-Kriterien gefiltert sind.

Nachdem ich schon einige Werte gesammelt habe, kaufe ich aber eher nach, als dass ich neue Positionen aufbaue.

Weiter habe ich mich auch von Luis Pazos von nurbaresistwahres.de inspirieren lassen. Ich habe mir auf Grundlage seiner Bücher und seiner Datenbanken Sammelanlagen im Premiumbereich einige Hochdividenden-Sammelanlagen herausgesucht, da diese einige Eigenschaften vereinen: Zum Einen will ich nicht so tief eintauchen in Themen wie Preffered Shares, BDCs o.ä. Das soll das Fondsmanagement für mich übernehmen. Ausserdem kann ich nur bei Fonds die steuerlichen Nachteile bei Business Development Companies oder Master Limited Partnerships legal umgehen. (Auf Einzelwertebene keine Anrechnung der Quellensteuer i.H.v. rund 30%). Drittens habe ich durch den Kauf der Closed-End-Funds (CEF) automatisch eine breite Risikostreuung über die Branche.
Bei der Auswahl der Werte habe ich darauf geachtet, dass die Ausschüttungen mindestens die letzten Jahre konstant oder steigend waren, um meinem Anspruch eines regelmäßigen Dividendeneinkommen gerecht zu werden.

2. Positionsaufbau

Die Gesamtinvestition soll je Wert 10.000,00 EUR sein. Auch für mich gilt, dass ich die Zukunft nicht vorhersehen kann. Deshalb verteile ich den Positionsaufbau verteilt auf 1-25% des Zielbetrages je Order. So habe ich dann die Möglichkeit bei Kursrückgängen immer den Wert nachzukaufen, welcher gerade unter Druck geraten ist. Vorher sehe ich mir aber an, was der Grund des Rückganges ist. Ist das Unternehmen oder die Dividende fundamental nicht in Gefahr, kaufe ich nach. Diese Orders machen mir besonders viel Freude. Sollten die Werte deutlich angestiegen sein, kommt ein Nachkauf derzeit nicht in Frage.

3. Dividenden

Alle Dividenden landen auf dem Verrechnungskonto und werden gemeinsam mit den anderen Zuflüssen (Sparrate, Optionsprämien) wieder komplett reinvestiert. Nur dadurch kann ich vom Zinseszins-Effekt voll profitieren.

4. Verkauf

Ein Verkauf der Aktien kommt grundsätzlich nicht in Frage. Ich will ja nicht vom Kursgezappel profitieren, sondern von langfristig steigenden Dividenden. Dennoch kam es schon vor, dass ich Werte verkauft habe. Diese habe ich hier aufgelistet: StatistikDas ist vor allem dann der Fall, wenn die Dividende extrem stark gekürzt oder gestrichen wird und im weiteren Verlauf keine Besserung in Sicht ist. Das geht natürlich häufig damit einher, dass die Werte schon deutlich im Preis gefallen sind. Verluste sind nicht schön, aber nicht vermeidbar. Meistens fallen die Werte aber dann im Laufe der Zeit noch weiter. Somit begrenze ich hier meine Verluste. 

2. Optionsstrategie

Meine Regeln für den Optionshandel sind ein wenig umfangreicher als die Aktienauswahl. Und trotzdem handle ich für mich nach dem K.I.S.S.-Prinzip. So einfach wie möglich, so komplex wie nötig.

 Die allerwichtigste Regel, nein ich sage das wichtigste Gesetz, beim Optionshandel ist immer die Verlustbegrenzung!

Man handelt bei Optionen nach statistischen Wahrscheinlichkeiten.  Ganz häufig liegt man Richtig. Manchmal aber auch falsch. Und diese Verluste müssen streng klein gehalten werden. Wie ich genau vorgehe, erfährst Du jetzt.

2.1 Einkommenstrades - Aktienoptionen

1. Screening

Oftmals gibt es Unternehmensmeldungen wie zum Beispiel WireCard, Bayer, Boing,… die den Aktienkurs schwer unter Druck bringen, obwohl der Markt an sich gesund ist. Wenn also eine Aktie stark fällt, dann steigt die implizite Volatilität der Optionen für diesen Wert oft deutlich an. Wenn ich nun auf eine Erholung setze, habe ich 2 Dinge auf meiner Seite: Die Gegenbewegung und der Rückgang der Volatilität. Gleichzeitig bekomme ich gute Prämien und bin oft sehr weit vom aktuellen Kurs entfernt. Also auf die nächste Meldung warten…

Beispiel Boing, mit der MAX 737; Ergebnis aus 2 Trades: 361 EUR

Chart Boing Kurs und Volatilität übereinander
Volatilität und Preis Boing 02.19 – 09.19 / Quelle: TWS
Kurs Boing 12 Monate
Kurssturz Boing / Quelle TradingView.com
Damit ich aber noch weitere Möglichkeiten zum Einstieg finde, habe ich den Ansatz noch weiter systematisiert. Dazu habe ich mir einen Screener in Finviz.com konfiguriert. Dieser kann hier abgerufen werden. Die gefilterten Werte schaue ich mir dann durch und entscheide anhand der Volatilität, der Prämienhöhe und des Grundes für den Kurssturz, ob ich einen Put schreibe. 
Ergebnis Screener von Finviz.com
Aktienscrenner von finviz.com mit Kritieren zur Selektion von Aktien mit starken Kursrückgängen auf Wochenbasis / Quelle: Finviz.com

Calls schreibe ich auf Aktien nur auf meine bestehenden Aktienpositionen. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

2. Risikobegrenzung
  • 0,2% – 0,5% des Depotwertes
  • Verlustbegrenzung bei 200%
3. Auswahl des Strikes

Hier suche ich nach Delta 15-20 Optionen.

4. Laufzeit

45-70 Tage, selten auch bis 100 Tage

5. Ausstieg

Rückkauf der Option bei 40%

6. Klumpenrisiko

Ich achte darauf, dass ich nicht mehr als 2% Gesamtrisiko in Aktienpositionen gleichzeitig halte; Dies gilt für die Einkommenstrades.

2.2 Einkommenstrades - Futureoptionen

1. Screening

Mindestens einmal in der Woche suche ich mir alle Daten zur Impliziten Volatilität der Futures aus Ivolatility.com. Diese übertrage ich dann in meine eigene Liste und errechne mir daraus den Impliziten Volatilitätsrank (IVR) für Futures mit einer Laufzeit von 30, 60 und 90 Tagen. Manchmal kommt es vor, dass die IVR im kurzfristigen Bereich wesentliche Unterschiede zum langfristigen Bereich haben.Futures mit einer IVR über 40% prüfe ich auf mögliche Einstiege. Die Liste aller Futures die ich mir ansehe und die ich auch handle findest Du auf dieser Seite. Veränderung der Volatilität von Gold von September 2018 bis September 2019

Implizite Volatilität Goldfuture 09.18 – 09.19 / Quelle: iVolatility.com

Oftmals steigt die Vola stark an, wenn es zu großen Bewegungen sowohl nach unten oder oben kommt. Da sich vor allem Rohstoffe häufig in einer breiten Range handeln, ist dadurch oft mit einer Gegenbewegung zu rechnen. Ich springe aber dann nicht sofort in den Trade, sondern prüfe ob Indikatoren wie COT-Report und Volumen für eine Erholung der Kursbewegung sprechen. Schließlich muss es dann noch ein Signal in die entsprechende Gegenrichtung geben. Dies stellt den Großteil meiner Trades dar.

Sollte es nicht zu einer oben beschriebenen Preisbewegung gekommen sein, so handle ich nach dem Motto „The Trend ist your Friend“ und suche mir einen entsprechenden Einstieg in Trendrichtung. Dabei habe ich mir verschiedene Indikatoren in den Chart gelegt. Unter anderem nutze ich dazu die Bollinger BänderImmer dann, wenn die Kurse über oder unter dem äußeren Band geschlossen haben und vorher in die entsprechend andere Richtung gelaufen sind, liegt ein Trendwechsel vor, welchen ich dann in mein Handeln aufnehme. 

Kauf und Verkaufssignale im Gold-Chart
Goldfuture / Quelle: Tradingview.com

Im Bild habe ich die entsprechenden Signale eingezeichnet.

– das Kaufsignal: Hier lag zunächst ein Verkaufssignal nach den Bollinger Bändern vor. Dies drehte dann in ein Kaufsignal, nachdem der Kurs 2x über dem oberen Band geschlossen hat.

– Verkaufssignal: Durch den starken Preisanstieg haben die Kommerziellen Händler Gold stark verkauft (blaue Linie). Diesen Wert habe ich zusätzlich relativ zu den Werten der letzten 3 Jahre gesetzt. Wie man sieht ist dieser Stand September 2019 extrem. Kommt es zusätzlich zu einem Verkaufssignal nach meiner Definition schreibe setze ich auf fallende Preise.

Beide Richtungen habe ich erfolgreich mit 2 Puts und 2 Calls gehandelt. Ergebnis: 1.250,00 EUR Gewinn! 

2. Maximale Prämienhöhe / Risikobegrenzung

Je Trade gehe ich zwischen 0,4% – 1% meines Depotwertes an Risiko ein. Gleichzeitig stellt dies die eingenommene Prämie dar. Beide werte korrespondieren miteinander. Wenn die Position gegen mich läuft, dann kaufe ich die Option bei einem Verlust von 100% der eingenommenen Prämie zurück. Die Höhe der Prämie mache ich an der IVR fest. Liegt diese bei 50%, dann nehme ich 0,5% Prämie; bei 100% sind es 1%. Mehr als das würde ich niemals machen, da sonst das Risiko eines großen Verlustes dramatisch ansteigt. Man muss immer damit rechnen, dass ein unverhergesehenes Ereignis eintritt. Dann liegt man nicht nur um 100% hinten sondern eventuell 500% oder gar noch mehr. Wenn die Positionsgröße dann im Vorfeld schon bei 5% lag, dann sind 25%, 50% oder noch mehr Prozent vom Konto weg. Das haut Dich um!

Liste und Übersicht über Volumen und Open Interest beim Goldfuture
Quelle iVolatility.com

Oftmals kommt es vor, dass die Strikes dann einen unrunden Wert haben. Es lässt sich feststellen, dass häufig bei krummen Strikes das Volumen eher gering und die Spreads höher sind als bei runden. Hier ist mir eine gute Handelbarkeit und eine gute Ausführung wichtiger als der sture Prozentwert.

Unabhängig davon handle ich in bei Calls in der Regel mit Spreads, da ich dadurch mein Risiko deutlich minimieren kann. Gerade auf der Oberseite ist mir das besonders wichtig, da jeder Basiswert theoretisch unendlich weit steigen kann. Manchmal handle ich auch nackte Calls. Dies ist z. B. bei Bonds der Fall, wenn diese sehr stark angestiegen sind. Hier sehe ich das Risiko, dass diese extrem nach oben schnellen eher begrenzt, da es sich hier nicht um einen Rohstoff handelt sondern um ein Instrument das im Wesentlichen durch die Notenbanken getrieben ist.

3. Auswahl des Strikes (Ausübungkurses)

Der Handel mit Optionen ist ein Trading mit Wahrscheinlichkeiten. Ähnlich wie bei Versicherungen muss man sich überlegen, wie wahrscheinlich es ist, dass das Ereignis eintritt. Bei Futureoptionen suche ich mir Strikes um ein Delta von 10 herum aus. Das bedeutet, dass mit 90%-iger Wahrscheinlichkeit der Ausübungspreis am Laufzeitende nicht erreicht wird. Hier kann man schon sehr gut erkennen, wo die Vorteile des Optionshandel liegen.

Sollte ich mit dieser Vorgehensweise mein Risiko überschreiten, dann gehe ich entsprechend weiter weg vom aktuellen Kurs, bis ich meine richtige Prämienhöhe gefunden habe. Habe ich zu wenig Prämie am Delta 10, so kaufe ich mehrere Optionen gleichzeitig.

Hier ein Beispiel, wie die Optionskette von CrudeOil bei meinem Broker aussieht, nachdem ich sie nach meinen Vorstellungen konfiguriert habe:

Optionskette CrudeOil
Optionskette der TraderWorkStation von Captrader auf CrudeOil / Quelle: Captrader.com / TWS
4. Laufzeit

Diese hängt von der entsprechenden Volatilität des Futures ab. Grundsätzlich gilt, je höher umso länger. In der Regel liegt die Laufzeit zwischen 45 – 100 Tage. In seltenen Fällen auch länger. Ist die Vola hoch, so wird bei Ihrem  Rückgang die Option sehr schnell in sich zusammenbrechen. Andersherum gilt dies natürlich genauso. Deswegen hohe Vola – eher längere Laufzeit, niedrige Vola – eher kurze Laufzeit.  Ich schaue mir dabei aber auch an, wie die nachfolgenden Laufzeiten gehandelt werden. Sind diese liquide, so habe ich kein weiteres Thema. Ist dem nicht so, werde ich spätestens dann Probleme bekommen, wenn der Wert unter Druck gerät und ich rollen möchte. Dies wird dann kaum möglich sein.

5. Ausstieg

Die Optionen werden immer bei einem Gewinn von 80% zurückgekauft. Man könnte diese natürlich auch bis zum Laufzeitende weiter halten und die vollständige Prämie einnehmen sowie die Gebühren sparen. Dies macht aber wenig Sinn. Wie man in meiner Optionsstatistik nachvollziehen kann, halte ich die Optionen durchschnittlich 23 Tage. Bei Aufsetzen des Trades liege ich aber bei einer Restlaufzeit von rund 60-70 Tagen. Ich bin also nach rund 1/3 der Zeit aus dem Trade und kann wieder weiterhandeln. Die restlichen 20% Prämie bringen mir wenig im Verhältnis zur blockierten Margin und 2/3 Restlaufzeit.

6. Klumpenrisiko

Abschließend achte ich sehr darauf keine Klumpenrisiken einzugehen. Viele Märkte ähneln sich in Ihrer Kursbewegung. So liegt es auf der Hand, dass zum Beispiel Edelmetalle wie Silber und Gold einen gewissen Gleichlauf in der Kursentwicklung aufweisen. Verkaufe ich nun auf beide Optionen, dann steigt mein Risiko erheblich an. Darauf ist unbedingt zu achten. Bei diesem Beispiel liegt die Entwicklung auf der Hand. Schwieriger wird es sektorübergreifend. Hier bekommt man aber im Laufe der Zeit ein gutes Gefühl. Gold und die Aktienmärkte sind negativ zueinander korreliert. Bedeutet also, wenn die Aktienmärkte fallen, dann steigt Gold i.d.R. an. Bin ich nun Aktienmarkt long und Gold short, dann habe ich auch hier ein doppeltes Risiko.

3. Covered-Calls-Writing (CCW) / Cash-Secured-Puts (CSP)

Hier geht es mir darum, meine Bestände noch mehr Profitabel zu machen (CCW) bzw. meine bestehenden Positionen zum Wunschpreis zu kaufen (CSP). Bis dort hin möchte ich für das Warten auf die Aktie belohnt werden. Dies kommt einer Dividendenzahlung gleich, obwohl ich die Aktie noch nicht halte. Bei dieser Stategie liegt das Risiko nicht in der Option, sondern in der Aktie. Nachdem ich für beide Wege entweder die Aktien oder das Geld bereit halte verliere ich nur dann, wenn mir eine Aktie „weggenommen“ wird. Dies ist immer dann der Fall, wenn der geschriebene Call am Laufzeitende im Geld liegt. Somit erleide ich einen Verlust durch entgangene Gewinne. 
Bei CSP entstehen mir Buchverluste, wenn der Put am Laufzeitende im Geld liegt. Die Aktie wird mir zum vereinbarten Preis zugeteilt, der aktuelle Börsenkurs ist aber noch tiefer. Mein Verlust ist dann die Differenz abzgl. Prämie.

1. Screening
  • CCW: Im Rahmen meiner Morgenroutine verschaffe ich mir einen Überblick über die aktuelle Marktverfassung. Wenn diese negativ ist, prüfe ich, ob der S&P500 unter dem gleitenden Durchschnitt der letzten 21 Tage (Handelstage eines Kalendermonats) auf Wochenbasis notiert. Ist dies der Fall, dann schreibe ich Calls auf meine Aktienbestände, vorausgesetzt ich besitze mindestens 100 Stück.
  • CSP: Ich prüfe meine Bestände auf deren Performance seit Kauf. Liegen diese unter Ihrem Einstand, sind sie grundsätzlich interessant. Werte die ich nachkaufen möchte  und die ich mir im Falle der Andienung leisten kann (je Option bekomme ich 100 Aktien) kommen dann in Frage für einen Put.
2. Risikobegrenzung

Nachdem das Risiko bei beiden Strategien nicht in der Option, sondern in der Aktie liegt, gibt es hier für mich keine unüberschaubaren Risiken zu beachten. Einzig überlege ich mir vorallem bei CCW, ob ich die Aktienbestände tatsächlich loswerden möchte. Wenn das nicht der Fall ist, dann kaufe ich auch mal eine Option mit Verlust zurück. Das kommt aber sehr selten vor. 
Bei CSP lasse ich mir die Aktien andienen und schreibe evtl. direkt danach wieder Calls auf die Bestände.

3. Auswahl des Strikes

Das ist abhängig von der Risikoprämie. Einen Trade wegen 10 USD zu machen erscheint mir häufig nicht sinnvoll. Zweitens kommt es auf die aktuelle Erwartung an den einzelnen Wert an. Meist wähle ich ein einen Strike, der bei einem Delta zwischen 20 und 50 liegt. Bei CSP kann es vorkommen, dass ich auch mal im Geld liegende Optionen kaufen (Delta >50). Das ist immer dann der Fall, wenn ich die Aktie unbedingt haben möchte. 

4. Laufzeit

Die Restlaufzeit liegt zwischen 30 und 45 Tage.

5. Ausstieg

in der Regel kaufe ich die Optionen bei einem Restwert von 20% zurück, da ich auch hier häufig deutlich eher aus dem Trade aussteigen und wieder eine neue Position eröffnen kann. Wenn die Restlaufzeit kleiner 10 Tage ist, lasse ich meist die Option bis dorthin stehen.

6. Klumpenrisiko

Es besteht die Gefahr, dass viele Werte wegkommen, dass mir bei steigenden Märkten viele Aktienpositionen wegecalled werden. Andersherum ist das der Fall bei den Puts, wenn die Märkte stark fallen. Daher achte ich darauf, dass ich weder das eine noch das andere über meine Möglichkeiten hinweg in meinem Depot habe. Ein Klumpenrisiko, wie oben beschrieben zum Thema Futures, gibt es hier ohnehin nicht zu beachten, weil ich nur im Aktienmarkt handle.

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