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Vorteile von Futureoptionen

Wer sich mit Optionen beschäftigt, wird schnell feststellen, dass es zwei Hauptkategorien gibt, auf die Optionen gehandelt werden. Zum Einen sind das Aktienoptionen und zum Anderen Futureoptionen. Jeder hat vermutlich von beiden Instrumenten schon einmal etwas gehört. Häufig haben angehende Optionshändler bisher mit Aktien gehandelt. Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass fast alle Starter im Thema Optionen ihre ersten Gehversuche mit Aktienoptionen machen. Und das ist auch völlig richtig! Diese Art des Handels ermöglicht gerade am Anfang die Funktionsweise von Optionen zu verstehen. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Aktien sind den meisten Händlern bekannt
  • Optionen auf Aktien beziehen sich immer nur auf die eine Aktie selbst und sonst nichts
  • Es werden mit einer Option immer 100 Aktien gehandelt
  • Der Markt ist meistens sehr liquide
  • Über den Kurs der Aktie lässt sich das Risiko gut steuern
  • Es genügt ein einfaches Handelssystem
  • Wenn eine Andienung stattfindet, dann weiß man genau was geliefert wird

Die Aufzählung ist nicht abschließend. Sie zeigt aber deutlich, warum gerade am Anfang auf diese Art des Handels zurückgegriffen wird.

Auch ich habe zu Beginn meines Tradings ausschließlich Optionen auf Aktien verkauft. Ich war aber immer neugierig und habe dann auch mit kleinen Positionen auf Futures gehandelt. Heute stammen meine Prämieneinnahmen fast ausschließlich aus Futureoptionen.

Warum das so ist, welche Vorteile diese Instrumente bieten und ob sich das auch für Dich lohnt, zeige ich Dir in folgender Auflistung.

1. Vielfalt der Märkte

Mit Aktienoptionen zu handeln, macht nach meiner Auffassung vor allem immer dann Sinn, wenn die Märkte im Aufwärtstrend sind. Dagegen auf fallende Aktienkurse zu setzen macht mit Optionen wenig Freude, da für verkaufte Calls kaum Prämien bezahlt werden. Außerdem haben Aktienmärkte langfristig einen positiven Erwartungswert zu steigen.

Neben Aktien gibt es aber noch eine Reihe anderer Märkte, die gehandelt werden können:

  • Getreide (Grains)
  • Energie (Energies)
  • Metalle (Metals)
  • Fleisch (Meats)
  • Weichwaren (Softs)
  • Währungen (Currencies)
  • Zinsen (Financials)
  • Aktien (Stocks)

Was für eine Auswahl! Darunter gruppieren sich rund 30 verschiedene Instrumente. Diese Märkte sind alle über Futures handelbar. Die Möglichkeiten einen Trade zu finden, wenn der Aktienmarkt gerade nicht zur Verfügung steht, ist damit praktisch immer gegeben.

Man sollte diese Vielfalt nutzen!

2. Geringer Abhängigkeiten (Korrelation)

Aus obiger Herleitung ergibt sich aus meiner Sicht der wichtigste Aspekt. Alle genannten Märkte haben oft eine geringe Abhängigkeit voneinander.

Dieser Chart beweißt das eindrucksvoll. Während der Aktienmarkt seit 2009 fast ausschließlich gestiegen ist, hatte Zucker eine völlig andere Preisentwicklung. Wer die Portfoliotheorie kennt, der weiß, dass das Anlagevermögen über möglichst viele Anlageklassen verteilt werden soll. Dieser Ansatz lässt sich 1:1 auf den Handel mit Optionen übertragen.

Somit ein klares Plus für Futureoptionen!

3. Rohstoffe bewegen sich in Bandbreiten

Der Aktienmarkt kennt langfristig nur eine Richtung. Diese ist nach oben gerichtet. Sie wird zwar immer wieder von Korrekturen unterbrochen, langfristig ist die Kursentwicklung aber gen Norden zu erwarten.

Bei Rohstoffen zeigt sich ein anderes Bild. Sie bewegen sich über Jahrzehnte in Bandbreiten.

Sehr gut zu sehen ist das z.B. bei Kaffee. Die Preisbewegung spielt sich seit Jahrzehnten zwischen 50 und 300 ab.

Befindet sich der Markt am Ende der Bandbreite, lässt sich hier wunderbar in die entgegengesetzte Richtung handeln.

4. Gute Prämien auf beiden Seiten

Als Händler die Möglichkeit nutzen, sowohl von steigenden, als auch auf fallenden Kursen zu profitieren, ist wohl der größte Vorteil beim Handel mit Optionen. Durch den Verkauf eines Puts profitiert man von anziehenden Preisen, bei einem Short-Call von fallenden. Diese Möglichkeit besteht bei Aktien und Futures. Speziell bei Aktienoptionen gibt es aber einen entscheidenden Nachteil: Für verkaufte Call-Optionen lassen sich deutlich geringe Prämien realisieren. Der Grund dafür ist, dass Käufer von Aktienoptionen i.d.R. Angst vor fallenden Märkten haben. Daher sind sie bereit, für Putoptionen Geld auszugeben. Vor steigenden Kursen fürchtet sich kaum ein Aktionär. Deswegen gibt es auf der Oberseite weniger Geld. Somit ist ein Handel von Call-Aktienoptionen zur reinen Einkommenserzielung weniger attraktiv.

Sehen wir uns die Optionspreise der Apple-Aktie genauer an:

Bei gleicher Wahrscheinlichkeit (Delta 15) erhält man für einen Put rund 200$, bei einem Call mit gleichem Abstand ca. 147$. Ein Unterschied von über 25%!

Anders verhält sich das bei Futureoptionen.
Nehmen wir Kaffee: Durch stark steigende Kaffeepreise, würde Starbucks deutliche Einbußen in Kauf nehmen müsste. Daher wird sich solch ein Unternehmen gegen steigende Kurse absichern wollen. Ein Kaffeebauer dagegen wird große Schwierigkeiten bekommen, wenn der Kaffeepreis deutlich fällt. In diesem Fall hat er ein großes Interesse, sich gegen sinkende Notierungen zu schützen. Aus dieser Sichtweise heraus wird schnell deutlich, dass bei Futureoptionen beide Seiten der „Angst“ Nachfrage hervorrufen.
Das wird deutlich beim Blick auf die Prämien, die bei Kaffee-Optionen geboten werden:

Bei gleichem Abstand und Delta, sind die Prämien auf beiden Seiten praktisch identisch.
Eine hervorragende Möglichkeiten sowohl auf steigende, als auch auf fallende Preise zu setzen.

5. Verhältnis Prämie vs. Margin

Ein weiteres wichtiges Merkmal, ist das Verhältnis Prämie zur eingesetzter Margin. Bleiben wir beim obigen Beispiel. Für einen Apple Put wie gekennzeichnet, erhält man 200$. Die Margin beträgt dafür rund 3000$. Das ergibt ein Verhältnis von rund 1:15. Mit anderen Worten, für 1$ Prämie sind 15$ Sicherheitsleistung aufzubringen.

Bei Kaffee werden für die gekennzeichneten Optionen 345$ Prämie bezahlt. Die Margin beträgt aber nur ca. 1900$. Verhältnis 1:5! Man bekommt also 3x soviel Prämie für seine Sicherheitsleistung.

Es gibt auch Ausnahmen von dieser Regel. Zum Beispiel beim Bundfuture ist das Verhältnis etwa 1:35. Dieses schlechte Verhältnis kommt bei Futureoptionen aber eher selten vor.

Damit hat man die Möglichkeit, mehr Positionen gleichzeitig im Depot zu halten und Prämien einzunehmen.

6. Leaps Optionen

Gerade wenn die Volatilität hoch ist, sollte man als Stillhalter lange Laufzeiten verkaufen. Beim zu erwartenden Rückgang der Volatilität, ist der Preisverfall bei langlaufenden Optionen extrem hoch. In solchen Situationen sollte man also auf die Suche nach „LEAPS-Optionen“ machen. Ausgesprochen: Long Term Equity Anticipation Security; auf Deutsch etwa „Langlaufende Derivate auf Finanzinstrumente“

Diese Langläufer findet man eher selten bei Aktienoptionen. Bei Futures sind diese aber sehr viel häufiger anzutreffen. So kann man zum Beispiel auf CrudeOil Optionen finden, die Laufzeiten bis zu 12 Jahren haben.
Für mein Trading wäre das zwar eine zu lange Laufzeit, sollte sich aber eine extreme Situation ergeben, so hat man diesen Vorteil auf seiner Seite und kann ihn nutzen.

Fazit:

Abschließend lässt sich sagen, dass Optionshändler ohne Futureoptionen langfristig auf viele Vorteile verzichten. Die besprochenen Punkte zeigen deutlich, dass ein Handel auf Aktienoptionen alleine viele Möglichkeiten am Optionsmarkt außen vor lässt. Man muss sogar attestieren, dass der einseitige Handel auf ein einziges Finanzinstrument, z.B. Aktien, zu deutlich mehr Risiken führt, als zunächst angenommen.

Aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich jedem Optionshändler nur raten, sich mit den Möglichkeiten der Futureoptionen auseinanderzusetzen. Nur dann ist aus meiner Sicht ein dauerhafter und wesentlich risikoärmerer Optionshandel möglich.

Anfängern sei aber gesagt, dass es völlig in Ordnung ist, zunächst mit Aktienoptionen in die Welt der Stillhalter zu starten. Sobald man sich dort sicher fühlt, sollte der nächste Schritt der Handel mit Futureoptionen sein.

FAQs zu Futureoptionen
Soll ich Aktien- oder Futureoptionen handeln?

Sowohl als auch.
Durch die Hinzunahme von Futureoptionen zum Aktienhandel, erreicht man im Depot eine gute Risikostreuung. Begründet ist das mit der häufig niedrigen Korrelation der Märkte untereinanader.

Sind Futureoptionen kompliziert?

Eine Option bezieht sich immer auf einen Future. Die einzelnen Futures beihalten aber unterschiedliche Handelsgrößen. Dies sollte man im Vorfeld beachten. Gut zu erkennen ist die Größe des Kontraktes durch die Höhe der Prämie und der geforderten Margin.
Zu beachten ist ausserdem, dass die verschiedenen Laufzeiten der Optionen auf unterschiedliche Futurekontrakte beziehen können. Das betreffende Handelsinstrument ist daher separat zu betrachten.

Ab welcher Kontogröße machen Futureoptionen Sinn?

Technisch betrachtet ist ein Handel ab ca. 2.000€ möglich. Man sollte sich aber mit der Materie der Futures vorher gut auseinandersetzen. Es ist daher nicht die Frage nach der Kontogröße zu stellen sondern vielmehr nach dem Verständnis für diese Märkte.

Ist das Risiko höher als bei Aktienoptionen?

Grundsätzlich sinkt das Risiko im Depot durch Hereinnahme verschiedenartiger Märkte. Ein Depot mit ausschließlich Aktienoptionen ist ausschließlich von der Bewegung des Aktienmarktes abhängig.
Futureoptionen haben häufig einen deutlich höheren Kontraktwert. Zum Vergleich:
1. Eine Aktienoption auf Apple bezieht sich auf 100 Apple-Aktien. Der gehandelte Gesamtwert beträgt bei einem Kurs von 250$ je Aktie: 100*250$ = 25.000$.
2. Eine Futureoption auf Gold bezieht sich auf einen Goldfuture. Dieser beinhaltet 100 OZ. Eine Unze hat derzeit einen Wert von ca. 1500$. = 100*1500$=150.000$.

An obigen Beispiel ist zu erkennen, dass bei einer Marktbewegung das Verlustrisiko entsprechend höher wird, je höher der gehandelte Wert des Finanzinstrumentes ist.

Wird bei Rohstoffoptionen die Ware geliefert?

Grundsätzlich wäre das so.
Bei den gängigen Optionsbrokern wie Captrader ist eine Warenlieferung ausgeschlossen. Es wird immer bar ausgeglichen.

Markus

Bildquelle: Tomasz Frankowski on Unsplash

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Achtung: Ich habe keine Glaskugel!
Das ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkaufen von Wertpapieren oder Optionen. Diese Ausführung stellt nur meine eigene Meinung dar. Jeder ist selbst für sein Handeln verantwortlich.

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4 Gedanken zu „Vorteile von Futureoptionen“

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